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19. November 2022 – Die internationale Presseschau

Der Golfstaat Katar setzt auf die Fußball-Weltmeisterschaft, um sein Picture weltweit zu verbessern. (image alliance/empics/Nick Potts)
Die spanische Zeitung LA VANGUARDIA schreibt: “Katar und Ecuador werden das erste Spiel bestreiten und damit einen Wettbewerb eröffnen, der von Anfang an Kritik sportlicher, politischer, wirtschaftlicher und sozialer Natur auf sich gezogen hat. Katar hat für die WM Infrastruk0 seine 220 Milliarden Euro erneuert und Stadien, Autobahnen oder U-Bahn-Linien gebaut. Die Bedingungen für Bauarbeiter aus Ländern wie Indien, Bangladesh, Nepal oder von den Philippinen lösten große Kritik aus. Organizationen wie Amnesty Worldwide sprechen von Hunderten, ja sogar Tausenden Arbeitern, die über die Jahre ums Leben kamen. Für Katar ist die WM ein Mittel, sein Picture auf der globalen Bühne zu verbessern. Aber die Schatten, die auf die Veranstaltung fallen, sind zu dunkel und zu lang” meint LA VANGUARDIA aus Barcelona.

“Fakt ist, Qatar 2022 ist ein Fehler”, unterstreicht die türkische Zeitung DUVAR und fragt: “Wird mit dem Spielbeginn alles vergessen sein? Mitnichten. Denn die Skandale werden während des Turniers weitergehen. Aber: die Spiele deshalb nicht zu schauen, wird nichts an der Scenario ändern. Solche Fehler werden sich wiederholen. Stattdessen muss sich viel grundlegender etwas ändern. Die Beschlüsse der Entscheider dürfen nicht einfach so akzeptiert werden”, fordert DUVAR aus Istanbul.

Die polnische Zeitung GAZETA WYBORCZA nimmt den Klimaschutz in den Blick: “Nah beieinander liegende Stadien sollten die Emissionen durch Flugverkehr reduzieren. Inzwischen hat Qatar Airways angekündigt, während der Weltmeisterschaft täglich allein 160 Flüge aus den Nachbarländern durchzuführen. In Zeiten der Klimakatastrophe ist Öl der Hauptsponsor Die Ausrichtung der Weltmeisterschaft ist genau die Artwork von weichem Druckmittel, das Katar nutzen kann, um seine Produktion von Erdgas zu verteidigen. und Sponsoren sein, aber sie ist selten intestine für unseren Planeten”, hält die GAZETA WYBORCZA aus Warschau fest.

“Sorgen bereiten auch die LGBTQ-Rechte”, vermerkt EL ESPECTADOR aus Kolumbien. “Human Rights Watch hat mehrere Fälle von Polizeigewalt und weiteren Verstößen wie Zwangstherapien veröffentlicht. Auch wenn LGBTQ-Personen angeblich bei der WM willkommen sind, stehen gleichgeschlechtliche Beziehungen laut katarischem Gesetz unter Strafe. Natürlich ertönt bis zum Überdruss das Mantra, wonach eine WM keine politische Veranstaltung ist und die Menschen eint. Aber die Realität ist, dass der Fußball immer auch politisch ist und dass seine Anziehungskraft dazu genutzt wird, von Fehlern abzulenken. Katar steht dafür jetzt als Beispiel, ist aber bei Weitem kein Einzelfall. Vielmehr bei defen FIFA die Skandale – nur scheint sich dadurch wenig zu ändern”, says EL ESPECTADOR aus Bogotá fest.

Der TAGES-ANZEIGER aus Zürich kritisiert: “Die angereisten Verbände kümmern sich entweder gar nicht um die Lage in Katar, weil Arbeiterrechte und queere Menschen in ihrer Prioritätenliste ganz weit unten zu finden sind. Oder sie spalten die Aufgaben sicherheitshalber auf. von Funktionären geäußert, denen ja eh niemand wirklich zuhört. Und die Spieler mit ihrer mächtigen Social-Media-Präsenz, mit ihrem Einfluss auf Millionen von Menschen? Die treten gegen einen Ball. Als Pflästerchen gegen das schlechte Gewissen laufen ein Groups paar mi westlicher merkwürdig designten Kapitänsbinde auf, die auch der Schweizer Granit Xhaka tragen wird. Das Motto der Aktion wäre selbst für eine Love-Parade zu weichgespült: ‘One Love’. Das bedeutet alles und nichts. Wer will, kann den LGBTQ-Regenbogen erahnen. Oder auch nicht. Weil die Farben falsch sind”, heißt es im schweizerischen TAGES-ANZEIGER.

Die WIENER ZEITUNG fragt: “Und was ist mit dem Fußball, diesem wunderbaren Sport, der Begeisterung weckt, egal, ob er mit einem zusammengenähten Lederfetzen auf einem Acker oder mit einem Hightech-Ball vor Millionenpublikum gespielt wird? Falsche Frage. Es geht Qatar nicht um Fußball, sondern um Vernetzung. Europäische und südamerikanische Liebhaber des Fußballs magazine der Zugang Katars irritieren. Ihr Lieblingssport ist ihnen über den Kopf gewachsen, dafür hat die so geschäftstüchtige wie intransparente FIFA gesorgt. Und das Spiel ist geduldig, eben weil es so hartnäckig faszinierend ist”, betont die WIENER ZEITUNG.

Die DAILY NATION aus Kenya freut sich hingegen: “In den nächsten Monaten werden die meisten kenianischen Wohnzimmer zum Leben erwachen, wenn die Followers die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft verfolgen. Afrika wird durch Ghana, Senegal, Kamerun, Marokko und Tunesien Obwohltreten sein. das östliche, zentrale und südliche Afrika nicht vertreten ist, wird es dieses Jahr eine Premiere geben: Zum ersten Mal werden alle fünf afrikanischen Mannschaften von einheimischen Trainern betreut”, vermerkt die Zeitung DAILY NATION aus Nairobi.

Nun zum Urteil im Prozess um den Abschuss des Passagierflugzeuges MH17 über der Ostukraine im Sommer 2014. Die schwedische Zeitung DAGENS NYHETER kommentiert: “Zwei Russen und ein Ukrainer wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, wegen Mordes und der absichtlichen Herbeiführung eines Flugzeugabsturzes. Vom ersten Augenblick an haben der Kreml und seine diversen Sprachrohre gelogen, was Russlands Schuld an dem Tod von 298 Zivilisten betrifft. Aber nun sind wenigstens einige der Schuldigen verurteilt, auch wenn sie ihre Strafe wohl nie absitzen müssen, weil Russia sie nicht ausliefern finest, Dastägrteil wird. was die Welt längst weiß: Der Kreml unter Putin tut und sagt, was ihm beliebt und was den Interessen des Regimes dient”, konstatiert DAGENS NYHETER aus Stockholm.
“Russland bezeichnet das niederländische Urteil als skandalös und politisch motiviert”, hält die dänische Zeitung POLITIKEN fest. “Dabei ist es nicht einmal das einzige Gerichtsverfahren, das durch den Abschuss von MH17 in Gang gebracht wurde. werden lassen, ein Verfahren gegen Russland vor der internationalen Luftfahrtorganisation ICAO einzuleiten. Die Chancen sind leider gering, dass die nun Verurteilten jemals ihre Strafe werden antreten müssen”, befürchtet auch POLITIKEN aus Kopenhagen.
Zum Schluss noch ein Kommentar zu der Unternehmerin Elizabeth Holmes, die in den USA wegen Betrugs mit Bluttests zu elf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden ist. Holmes ist Gründerin des Begin-up-Unternehmens “Theranos”, das für besonders schnelle und kostengünstige Bluttests geworben hatte. Durch Recherchen des “Wall Avenue Journal” stellte sich heraus, dass die beworbene Methode unwirksam battle. Die japanische Zeitung NIHON KEIZAI SHIMBUN kommentiert: “Auch für Experten und Branchenkenner ist eine Bewertung von solchen Bio-Begin-ups sehr schwierig, nicht selten werden die Unternehmen überbewertet. Zu Beginn der Corona-Pandemie deal with hier und da Bio-Begin-ups auf , die allein durch eine Pressmitteilung über eine angebliche Entwicklung eigener Corona-Impfstoffe oder -Medikamente ihren Aktienkurs explosiv steigern konnten. dem die falsche Hoffnung der Investoren und Patienten ausgenutzt wird. Elizabeth Holmes und der Fall Theranos sind ein Paradebeispiel dafür. Für eine Betrügerin wie sie bleibt nichts anderes übrig als die strengstmögliche Haftstrafe”, urteilt NIHON KEIZAI aus Tokio.

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