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Berlin and Paris einig über nächste Projektphase

Modell des geplanten Kampfflugzeugsystems FCAS

Der Jet soll vernetzt mit Drohnen operieren können.

(Picture: AFP/Getty Pictures)

Berlin, Paris Die Flugzeugbauer Dassault und Airbus können mit der Entwicklung eines neuen Kampfflugzeug-Programs fortfahren. Die Regierungen von Deutschland, Frankreich und Spanien einigten sich am Freitag darauf, Gelder für die Fertigung eines flugfähigen Demonstrationsmodells freizugeben. Die Entwicklungskosten für diese Programphase 1b liegen laut Berliner Kreisen bei rund 3,5 Milliarden Euro. Auf Foundation des Demonstrationsmodells soll dann ausgetestet werden, ob sich das Projekt technologisch realisieren lässt.

Der Élysée-Palast in Paris bestätigte die Einigung. „Nach intensiven Verhandlungen steht der Abschluss eines Industrieabkommens bevor“, hieß es am Freitagabend. Die politische Übereinkunft sei „ein großer Schritt nach vorne, insbesondere im aktuellen internationalen Kontext“.

Die Einigung sei zudem ein „ein wichtiges Sign der exzellenten Kooperation zwischen Frankreich, Deutschland und Spanien“. Das geplante Luftkampfsystem stärke die militärischen Fähigkeiten Europas. Die Gespräche „auf hoher Regierungsebene“ hätten zu denn Durchbruch geführt. Frankreich bleibe bei dem Projekt in der Führungsrolle.

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Zuletzt hatten vor allem Paris und Berlin um das sogenannte Future Fight Air System (FCAS) gestritten, da die Vorstellung über die Leistungsanforderungen auseinandergingen. Eine Frage struggle, ob angekoppelte Drohnen die Fähigkeit für elektronische Kriegsführung haben sollen oder nicht. Diskussionen gab es zudem über die Triebwerke. Diese Differenzen scheinen nun ausgeräumt. Die Verträge sollen noch in diesem Jahr unterschrieben werden können.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) bezeichnete die Einigung als ein „wichtiges Zeichen“ für die deutsch-französische Zusammenarbeit. FCAS gilt als ein Schlüsselprojekt, um die Verteidigungsfähigkeit Europas eigenständig sicherstellen zu können.

Bei dem Projekt geht es um mehr als ein reines Kampfflugzeug, sondern vielmehr um ein System, mit dem ein moderner Krieg geführt werden kann. Das Flugzeug soll über eine Cloud vernetzt im Verbund mit Drohnen operieren und seine Daten auch an andere Einheiten weitergeben können. Bisher verfügen nur die USA mit dem F-35 über ein ansatzweise vergleichbares System.

Mit der Entwicklung wurden Dassault und Airbus beauftragt, eingebunden ist auch der spanische Rüstungskonzern Indra. Die Entwicklung der flugfähigen Testmodelle soll bis zu den Jahren 2027/2028 abgeschlossen werden. Der Aufwand ist gewaltig, so soll FCAS unter anderem eine neue Tarnfähigkeit erhalten und eine störungssichere digitale Vernetzung. Nach bisherige Planungen soll das new Kampfsystem im Jahr 2040 auf den Markt kommen und den Eurofighter ablösen.

Ein Sprecher von Airbus bestätigte die Einigung. Dies sei ein bedeutsamer Schritt vorwärts für dieses europäische Flaggschiffprogramm im Verteidigungssektor. Die Partnerschaft zwischen Dassault und Airbus verläuft bisher nicht ohne Reibungen, was auch zu der Verzögerung beigetragen haben dürfte. Während Airbus bereits mit anderen Unternehmen bei größeren Rüstungsprojekten kooperiert hatte, betritt Dassault Neuland. Der familiengeführte Konzern hat unter anderem den Kampfflieger Rafale entwickelt.

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