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Der Mensch im Mittelpunkt der Digitalisierung

Während Cellular Apps, Wearables & Co. den Alltag stark vereinfachen, ist in der Arbeitswelt von produzierenden Unternehmen noch wenig Erleichterung angekommen. Die Digitalisierungsbestrebungen setzen dort stark auf die Vernetzung von Maschinen, die Einführung einer digitalen Fertigungssteuerung und vielfältige, häufig sperrige Insellösungen.

Operative Kräfte, Werksmitarbeiter, befinden sich oft im digital in Niemandsland. So stehen sie vor der Herausforderung, ihre Informationen aus fragmentierten Lösungen mit komplexen Darstellungen häufig sogar noch aus ausgedruckten Anweisungen oder Checklisten zu beziehen. Probleme werden nicht selten per Zuruf gelöst, Daten Manuel von Papier in Excel-Information übertragen oder gar nicht erst berücksichtigt.

Nachholbedarf zeigt sich schon an Berufsschulen

dass extra Digitalisierung vonnöten ist, bestätigt auch die jährliche Ausbildungsumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 15,000 Unternehmen. Der Nachholbedarf zeige sich demnach schon an den Berufsschule – dort sei eine zeitgemäße digitale Ausstattung dringend erforderlich.

Laut Bitkom setzen neun von zehn Unternehmen auf Industrie 4.0 und sieben von zehn Unternehmen sind der Meinung, dass durch Business 4.0 new Arbeitsplätze für intestine ausgebildete Fachkräfte entstehen werden.

Doch optimale Synergien ergeben sich erst aus digitalin Abilities verbunden mit jahrzehntealtem Know-how durch Berufserfahrung.

„Neue Mitarbeitende sind möglicherweise technisch versiert, haben aber keinen Zugang zu Greatest Practices und Know-how – und festangestellte Mitarbeitende verfügen möglicherweise über das Wissen, aber nicht über die digitalen Fähigkeiten“ erläutert Simon Jacobson, Vice President Analyst von Gartner Provide Apply Chain. „Ein wirklich vernetzter Fabrikar beitender in einer intelligenten Fertigungsumgebung braucht beides.“

Digitalisierung als Employer-Branding-Strategie

die Digitalisierung in der Produktion sollte ein wichtiger Bestandteil der Employer-Branding-Strategie sein. Nahezu vorbildlich setzt das beispielsweise die Soudronic AG um, Hersteller von Produktionsanlagen für Metallverpackungen mit Hauptsitz in der Schweiz.

„Junge Mitarbeitende finden die Nutzung neuer Technologien spannend. Sie benötigen am Arbeitsplatz eine einfache, intuitive Systemlösungwie sie sie aus ihrem privaten Umfeld kennen – intuitive Apps auf dem Smartphone, die in Sekunden installiert und in Minuten verstanden sind“, sagt Cyril Maurer, Leiter Produktion und Prüfstand bei Soudronic.

Eine solche Systemlösung hat die Unternehmensgruppe mithilfe des deutschen Software program-Anbieters Operations1 realisiert und eine Related-Employee-Platform eingeführt. Diese hilft dabei, „sich auf wichtige Aufgaben wie den eigentlichen Prüfprozess und nicht die Suche nach Informationen oder das Kopieren von Daten zu konzentrieren“, betont Maurer.

Soudronic sei sich bewusst, dass ein modernes Arbeitsumfeld heute wichtiger denn je ist, um im Wettbewerb um Fachkräfte zu bestehen.

Was ist Related Work?

als Related Work bezeichnet man die organisatorische, prozessuale und technologische Vernetzung von operativen, sogenannten schreibtischlosen Mitarbeitenden. Typischerweise meint man damit anwenderzentrierte Digitalisierung für Mitarbeitende in der Produktion, Logistik oder weiteren produktionsnahen Supportprozessen. Eine Related-Employee-Plattform stellt die technologische Lösung dar, um diese Vernetzung zu realisieren.

Der Unterschied zu typischen Software program-Applikationen ist, dass Mitarbeitende in ein umfassendes digital System eingebettet werden. Informationen werden kontextbasiert bereitgestellt, Mitarbeitende interagieren mit IoT-Gear und sind in Echtzeit miteinander sowie mit Führungs- und Arbeitsplanungsebenen vernetzt. die Software program as-a-Service bereitgestellt, sodass Anwendende von einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Lösung profitieren.

Boomender Markt for Related Work

Laut Gartner umfasst der Markt für Related-Employee-Lösungen bereits mehr als 3 Mrd. US-$ per Jahr. In den nächsten Jahren wird er sich mehr als verdreifachen, prophezeit das Marktforschungsunternehmen. Dabei benennt Gartner fünf zentrale Anwendungsfälle für Related Worknämlich Führung, Qualität und Compliance, Coaching und Qualifikation, Kollaboration und kontinuierliche Verbesserung.

„Die Vernetzung operativer Mitarbeitender ist auf der Agenda internationaler Führungskräfte produzierender Unternehmen angekommen“, sagt Benjamin Brockmann, Co-Founder und CEO von Operations1. Vorreiter könnten bereits big Erfolge messen. „Ein Großteil der Unternehmen befindet sich aber noch im Stadium Papier, ERP-Interfaces auf dem Shopfloor und fragmentierten Eigenentwicklungen.“

Ganzheitliche technologische Vernetzung

Während die bekannten Werkerassistenz-oder Werkerinformationssysteme lediglich kognitive oder physische Unterstützung bei Montagetätigkeiten bieten, geht es bei einer Related-Employee-Platform um eine modular aufgebaute Lösung, die auf eine ganzheitliche technologische Vernetzung von Mitarbeitenden abzielt und ein breites Einsatzgebiet abdeckt.

Zunächst steigt die Flexibilität für Unternehmen, operative Mitarbeitende einzusetzen, weil sie lediglich die Schulung für eine Software program für unterschiedliche Anwendungsfälle benötigen. Gleichzeitig reduziert dies die Komplexität für die interne IT.

„Die Ergebnisse unserer diversen Fallstudien mit und bei unseren Kunden zeigen eindrucksvoll, welchen Mehrwert eine Related-Employee-Platform schafft“, berichtet Brockmann. Neben messbaren Vorteilen könne eine solche Plattform dazu beitragen, die Flexibilität in der Group zu erhöhen und Wissen nachhaltig zu sichern.

„Und sie setzt Anreize durch ein modernes Arbeitsumfeld – ein Hebel, um neue Mitarbeitende zu gewinnen.“ (jk)

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