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Doberaner and Rostocker Künstler wollen sichtbarer werden

Dangerous Doberan/ Rostock. Gemeinsam sichtbarer werden – das beschlossen Künstlerinnen und Künstler der Produzentengalerien „artquarium“ aus Rostock sowie der Dangerous Doberaner „feinart“. Es sind hochwertige Unikate, die sie anbieten und die einzigartig in ihrer Ausführung sind.

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Ein Interest ist das nicht, denn die Künstler, Designer und Kunsthandwerker leben davon. Auch sie müssen Miete zahlen, brauchen Geld zum Leben. Wenn Kunden ausbleiben, weil zum Beispiel wichtige Hinweisschilder zu den Galerien fehlen, hat das fatale Folgen.

Durch Vernetzung mehr Sichtbarkeit

Die Rostocker Mitglieder vom „artquarium“ – neun Frauen und drei Männer – wollen sich mehr vernetzen. In der drei Frauen und einem Mann starken Ateliergemeinschaft „feinart“ fanden sie Gleichgesinnte. Gemeinsam bieten sie erstmals zwei Weihnachtskalender an – jeweils einen in ihren Galerien. Versteckt in großen Kugeln vermischen sich darin kleine Werke aus beiden Geschäften.

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In diesen Kugeln stecken die kleinen Geschenke, die Gäste der Produzentengalerien im Rostocker „artquarium“ sowie in der Dangerous Doberaner „feinart“ mit ein wenig Glück aus den beiden Weihnachtskalendern erhalten können.

Im „artquarium“ wird auf der Instagram-Seite ausgelost, wer sich über den Inhalt einer Adventskugel freuen kann, in der feinart entscheidet ein Würfel. „Kleinkeramik, Porzellan, Steinkunst – es soll ein Anreiz sein, in unsere Galerie zu kommen“, erklärt Steinbildhauerin Susanne Schunicht. „Alles wird further für den Weihnachtskalender angefertigt.“

In beiden Produzentengalerien ist der Wunsch nach noch mehr Vernetzung da. So wird diese zum Beispiel auch auf den Hof-Friiida in Retschow ausgeweitet. „Wir stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Unsere Produkte sind sehr individuell. Es geht uns ums Unterstützen, um mehr Reichweite für uns alle“, macht Susanne Schunicht deutlich.

Ohne Beleuchtung sind kleine Galerien schwerer zu finden

In Rostock sei es besonders schwer, sich zu vermarkten. „Wir haben schon viel versucht, aber wir werden im Barnstorfer Weg 36 kaum gefunden“, sagt die Reinshägerin. „Vorn in erster Reihe, vor den Ladenketten, herrscht Trubel“, sagt auch die Künstlerin Katrin Amft aus Fulgenkoppel. „Der bricht dann ab, denn die Leute sind kaum in die Seitenstraßen zu bewegen. Dabei ist dort auch viel los. Es gibt eine Vielzahl an Geschäften, die Besonderes anbieten, auch feine kleine Bäckereien und Cafés.“

Kathrin Jacobs (vl)., Anna Silberstein, Christian Rossmann, Trulli, Sebastian Volgmann, Martin Schmidt und Sandra Schmedemann gehören zum insgesamt zwölf Künstler, Designer und Kunsthandwerker starken Team im Rostocker „artquarium“.

Kathrin Jacobs (vl)., Anna Silberstein, Christian Rossmann, Trulli, Sebastian Volgmann, Martin Schmidt und Sandra Schmedemann gehören zum insgesamt zwölf Künstler, Designer und Kunsthandwerker starken Staff im Rostocker „artquarium“.

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Eigentlich profitieren sie auch vom Weihnachtsgeschäft, doch das könnte dieses Jahr mau ausfallen. „Durch die Energiekrise wird bei uns auf Weihnachtsbeleuchtung wie Sterne an den Laternenmasten verzichtet“, so Amft. „Sie waren aber in den letzten zwei Jahren wie eine Wegeführung zu uns allen – in der Dunkelheit kommt doch dann niemand.“

Heiliger Bimbam: Weihnachtsmarkt in der „feinart“

Ähnlich ergeht es den „feinart“-Künstlern. In den Winteronaten verirren sich zu wenige Besucher auf den Alexandrinenhof in Dangerous Doberan. Am 3. December lädt die Galerie von 11 bis 19 Uhr deshalb zum Weihnachtsmarkt „Heiliger Bimbam“ ein. „Es gibt Naschereien, Musik, Feuer und besondere Geschenke in unserer aktuellen Ausstellung ,Finale’“, blickt Designerin Julia Miksch voraus. „Eigentlich kommen viele Rostocker gerne sonnabends nach Doberan, weil sie abseits des Trubels die gemütliche Geschäftigkeit der Kleinstadt schätzen – leider finden sie zu selten den Weg in die Seitenstraßen und unseren lauschigen Alexandrinenhof.“

Oft würden die Menschen quick schon in Sechserreihen auf den Molli warten, sagt Keramikerin Susanne Unger: „In den Hof, der sich ja direkt an der Molli-Haltestelle befindet, schaut aber niemand rein.“

Am Brink ist mehr los, als viele Rostocker denken

„Wir haben in Rostock einen so schönen Laden“, sagt auch Susanne Schunicht. „Doch unsere Erfahrung ist, das Leute, die uns zufällig entdecken, gar nicht wussten, dass hier in der KTV so viel los ist und es uns gibt.“ Bis zum Brink gehen die Spaziergänger noch – weiter aber meist nicht.

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Seit zehn Jahren sind die „Artquarianer“ bereits im Barnstorfer Weg. „Für das kommende Jahr suchen wir noch ein neues Mitglied“, lässt Susanne Schunicht wissen. Ebenfalls so lange gibt es die „feinart“ im Alexandrinenhof. Beide Galerien lassen auch Gastaussteller zu. In Doberan ist das jetzt der „Artquarianer“ Martin Schmidt.

Stark Dank Zusammenhalt und Kostenteilung

Die Gemeinschaft ist für die Künstler enorm wichtig und gibt Sicherheit. Nur so lassen sich die Ladenmieten und Fixkosten bezahlen. Geheizt wird nur wenig, weil niemand abschätzen kann, inwieweit sich die Energiekosten erhöhen. Die Ladenvertretungen übernehmen sie im Wechsel selbst und können so Kunden bestens beraten, weil sie alle Aussteller und ihre Arbeiten kennen.

Gutscheine gibt es in beiden Galerien. Die Angebote sind vielfältig: von Keramik über Seide, Holz-, Papier- und Stein-Kunst, handgefärbte Wollartikel und Schmuck bis hin zu Grafiken. „Der Januar und Februar wird es für uns alle schwer“, ist Künstlerin Trulli Katrin Liebscher überzeugt. „Märkte gehen da auch nicht – Kunden kommen kaum.“

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Käufer achten auf mehr regionale Kunst

Einige „Artquarianer“ sind auch in Dangerous Doberan an der Jugendkunstschule aktiv. „Das Regionale ist wichtig“, macht sagt Katrin Amft deutlich. „Den Bezug dazu wollen die Leute und das Interesse dafür hat zugenommen – wir möchten das Bewusstsein dafür noch mehr erweitern.“

www.artquarium-rostock-galerie, www.feinart-atelier.de.

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