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Ein Blick auf Kemptens Stadtmarketing: „Bedarf an Koordination“

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From: Helmut Hitscherich

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Um die Querschnittsaufgabe Stadtmarketing zu koordinieren, steht nun die Besetzung einer neuen Stabsstelle im Raum. © Panthermedia/Rawpixel

Wie will die Stadt Kempten sich selbst vermarkten?

Auf Antrag des damaligen Beauftragten für Tourismus Helmut Berchtold wurde 2017 die „Konzeptionierung eines zentralen Stadtmarketings in Kempten“ beschlossen. Die beauftragte Firma CIMA Beratung + Administration GmbH aus München erarbeitete mit der Beteiligung zahlreicher Stellen ein Konzept, wie das künftige Stadtmarketing in der Stadt Kempten aufgebaut werden soll.

Kern der Beteiligung conflict ein Projektteam, ua um Oberbürgermeister Thomas Kiechle, dem Beauftragten des Stadtrates für Tourismus und Stadtmarketing Joachim Saukel, dem Beauftragten des Stadtrates für Wirtschaftsfragen Hans-Peter Hartmann sowie Vertretern des Beirates für Tourismus und Stadtmarketings. Dipl.-Geograph Achim Gebhard (CIMA) hat im Finanzausschuss das Organizationskonzept Stadtmarketing vorgestellt. „Das Thema beschäftigt uns schon lange, wir haben uns damit intensiv auseinandergesetzt“, und es müsse in den Fokus gestellt werden, „insbesondere die Vernetzung nach innen und außen“, so Kiechle. Ob Kultur, Tourismus, Wirtschaft, Hochschule, Bürger, Vereine aber auch Unternehme – je mehr Aktivitäten sich gegenseitig tangieren, desto wichtiger werde nicht nur eine Koordination, sondern auch eine zentrale Verantwortung, die abgestimmte, nachhaltige und der Strategie der Stadt ermötsung untergeidententer sicherstellt

Kemptens Stadtmarketing: Was sind die großen Themes?

Aktuell sind die Themenfelder Tourismus, Kultur und Einzelhandel Schwerpunkte im Stadtmarketing. Größere Entscheidungen, ob übergreifend oder nur mit gemeinsamen Berührungspunkten, können aufgrund unklarer Zuständigkeiten nicht getroffen werden. Dabei gilt es, gerade sich überschneidende Aufgabenfelder miteinander abzustimmen und sich darüber auszutauschen. Mit dem Konzept eines zentralen Stadtmarketings soll nun eine Plattform entstehen, um sämtliche Akteure miteinander zu vernetzen und gemeinsame Strukturen und Entscheidungsprozesse zu schaffen. Damit sollen Synergien genutzt und Fehlentwicklungen in der Außendarstellung vermieden werden.

Laut Gebhard sind die Organizationsstrukturen und Identification von Optimierungsmöglichkeiten einer effizienteren Ausgestaltung für ein Stadtmarketing zu prüfen. Es sollten mögliche Ziele und Anforderungen an ein kommunales Advertising in Kempten entwickelt und Überschneidungen in der Erfüllung der relevanten Aufgaben minimiert werden. Umsetzungsvarianten einer zentraleren Stadtmarketingstruktur müssten entwickelt werden. „Kommunales Advertising in Kempten muss künftig verstärkt ganzheitlich verstanden werden. Am Produkt „Stadt Kempten“ soll dementsprechend auf gesamtstädtischer Ebene ressortübergreifend zusammengearbeitet werden. Der inhaltliche Fokus der Aktivitäten soll auf diejenigen Aspekte gelegt werden, die die selbstdefinierte Rolle als „Metropole“ des Allgäus stützen ua Einkaufshauptstadt, digitale Hauptstadt, das touristische Ausflugsziel im Allgäu“, so Gebhard. In der Umsetzung des ganzheitlichen Stadtmarketings seien öffentliche wie auch personal Einrichtungen gleichermaßen verantwortlich und sollten durch Kooperationen und Partnerschaften gleichermaßen eingebunden werden.

Neue Struktur schaffen

Das kommunale Advertising bedürfe deshalb einer eindeutigen koordinierenden Einheit. Zwischen den relevanten Einrichtungen müssen feste verbindliche Kommunikationswege geschaffen und eingehalten werden, um eine Abstimmung zu ermöglichen. Laut Gebhard ist für eine Neuausrichtung der kommunalen Marketingaufgaben – bestehende Leistungen werden beibehalten – die Anpassung ihrer Strukturen und Aufgabenbereichen erforderlich. Synergieeffekte können genutzt und die Effizienz gesteigert werden.

Sowohl im öffentlichen als auch im personal Bereich müssen parallel die organizerischen und personellen Voraussetzungen für die Erfüllung der zukünftigen Aufgaben geschaffen werden. Er empfiehlt eine regelmäßige Analysis und die Einbindung von Unternehmen und Verbänden, um das bestehende, hohe Engagement nicht zu gefährden und die Akzeptanz einer neuen Struktur zu festigen.

Neue Stabsstelle geplant

Beim Oberbürgermeister soll eine „Koordinierungs- und Servicestelle“ als Stabsstelle als zentrale Koordinierungsstelle für Fragen des kommunalen Marketings angesiedelt werden. Diese führt Informationen und Akteure in Fragen des kommunalen Marketings zusammen, unterstützt die Entscheidungsvorbereitung sowie die Durchführung von Aktivitäten des Stadtmarketings und ist in der Kontrollphase beteiligt. Da sie dem OB direkt unterstellt ist, soll eine Neutralität und eine organisationsübergreifende Denk-und Handlungsweise sichergestellt werden.

Abstimmungen erfolgen regelmäßig im Oberbürgermeister-Stab, in Referenten-bzw. Amtsleiterrunde mit relevanten Ämtern (ua Kultur, Stadtentwicklung) sowie mit KMV, Tourismus, Metropolis-Administration (stadtnahe Institutionen). Ferner soll die Möglichkeit für ein eigenes Koordinationsteam geprüft werden.„Wir wollen eine behutsame Entwicklung und keine Überforderung“, so Gebhard.

Platz im Haushalt?

Katharina Schrader (SPD) wollte wissen, ob man dazu mehr Stellen benötige und was das für den Haushalt bedeute. „Wenn ich das so betrachte, kann ich dem Beschluss nicht zustimmen.“ Eine klare Antwort auf Schraders Frage gab es nicht. Prof. Dr. Robert Schmidt (CSU) fragte nach, ob es bereits ein inhaltliches Konzept gebe, mit dem Hinweis: „Das könnte doch die neue Stelle machen.“ Für Andreas Kibler (FW) ist das zu vage. „Ich möchte gerne wissen, in welchem ​​Zeitraum wir das machen, ohne Zeitschiene kann ich nicht zustimmen.“

Aus Sicht von Josef Mayr (CSU) wird eine neue Tür für eine neue Group aufgemacht. „Wenn wir das machen, müssen wir Erfolg haben, und ich kann nur hoffen, dass wir so eine Individual finden.“ Alexander Maintain (FW) bemängelte, dass es weder ein Konzept, ein Ziel noch einen Zeitplan gebe. „Wir haben vier unterschiedliche Stellen. Koordination benötigt eine ganz klare Aufgabe. Es geht darum, den Koordinierungsbedarf zu minimieren.“ Thomas Hartmann (Grüne) zufolge hängt alles davon ab, wie intestine das Konzept ist. „Ich bin nicht überzeugt, dass diese Stelle das Drawback löst.“ Für Helmut Berchtold (CSU) ist klar, dass „wir ein Stadtmarketing benötigen. Wir brauchen eine große Lösung. Wir müssen einen Zeitplan erstellen.“ Kiechle appellierte an die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, einen einstimmigen Beschluss zu fassen. „Wir wollen besser werden, als wir sind. Wir wollen aber auch die hohen Kompetenzen und die Motivation in den einzelnen Bereichen nicht schmälern. Eine Entscheidung muss auf jeden Fall vor der Sitzung des Personalausschusses am 29. November getroffen werden, da dort die Stelle für die Stabsstelle ansteht.

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