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Landhotel ist unoffen – Hartheim

Der Bohrerhof im Hartheimer Ortsteil Feldkirch hat sein Landhotel mit 64 Zimmern offiziell eröffnet. Die Investitionssumme von 13 Millionen Euro wurde komplett von non-public Anlegern aufgebracht.

Der Bohrerhof im Hartheimer Ortsteil Feldkirch hat sein Landhotel mit 64 Zimmern offiziell eröffnet. Die Investitionssumme von 13 Millionen Euro wurde komplett von non-public Anlegern aufgebracht.

Es ist ein imposing Neuling in Hartheim: Auf dem Bohrerhof im Ortsteil Feldkirch wurde jüngst das gleichnamige Landhotel offiziell eingeweiht. Das einzige Lodge im Ort umfasst 64 Zimmer. Passend zur Holzbauweise kennzeichnen natürliche, dezente Farben das Gebäude, das zum großen Teil mit Produkten und von Firmen aus der Area in rund zweieinhalb Jahren Bauzeit errichtet wurde.

Landwirtschaftliche Erzeugnisse, Hofladen, Restaurant – der Bohrerhof in Hartheimer ist in mehrerlei Hinsicht ein bekannter Title in der Area. Nun bekommt das Portfolio in dem Landhotel ein weiteres Ingredient hinzu. Chefin Petra Bohrer spricht vom “letzten Puzzlestück des Hofs”, als sie im Gebäudeinneren die geladenen Gäste begrüßt. Unter ihnen befinden sich Hartheims Bürgermeister Stefan Ostermaier (“großes Aushängeschild für Hartheim”), zahlreiche Gemeinderäte, die Geschäftsführung von Edeka Südwest, mit der der Bohrerhof seit drei Jahrzehnten kooperiert, und Gewerbevereinschef Wolfgang Riester (“großer Respekt vor Unternehmertum und Durchhaltevermögen”).

Sie alle können sich bei geführten Rundgängen einen Eindruck vom neuen Lodge machen, dessen erste Pläne vor mehr als zehn Jahren entstanden. Eine gemeinsame Küche ersetzt die Minibar auf jedem Zimmer. Die Idee dabei: Wenn nicht jeder Gast einen eigenen Kühlschrank hat, wird Energie gespart. Auf Wunsch stehen einzelne Geräte parat. Ein Ressourcen-schonender Umgang struggle auch an anderer Stelle Grundlage der Planung, für die Architekt Rudolf Lais verantwortlich zeichnet. Die PV-Anlage sorgt etwa dafür, dass das Gebäude zukünftig Energie-autark sein soll.

Insgesamt stehen 64 Zimmer à 34 Quadratmeter zur Verfügung, alle in nahezu gleicher Ausführung. 16 Zimmer haben Verbindungstüren, sodass daraus Familienzimmer werden können. Zwei Jahre vor Baustart begann die Gestaltung eines Modellzimmers, das laut Architekt Lais nach einigen Anpassungen schließlich 64 Mal kopiert wurde und so Kosten gespart wurden. Außerdem: “Schon vor Beginn der Pandemie hatten wir viele Verträge vor allem mit regionalen Firmen abgeschlossen und Materials eingekauft, sodass uns die folgenden Preissteigerungen nicht so getroffen haben”, sagte Bohrer. Zum Geld: 13 Million Euro hat das Projekt gekostet. 600 Anleger haben die Mindestsumme von 10,000 Euro oder mehr investiert. Alle erhalten jährlich fünf Prozent Dividende.

Die Erfahrungen mit dem Hof-Restaurant, das ebenfalls komplett über non-public Anleger finanziert wurde, habe den Ausschlag gegeben, beim Lodge den gleichen Weg zu gehen. “Unsere Anleger sind Followers und Kunden, unser Finanzierungsmodell bringt allen Seiten Vorteile”, so Petra Bohrer. Neben Kunden zielt der Bohrerhof darauf, Durchreisende, Geschäftskunden und darüber hinaus Familien mit dem Angebot zu überzeugen. “Auch viele unserer Schweizer Stammgäste im Restaurant haben immer wieder nach Übernachtungsmöglichkeiten gefragt”, so Bohrer. Der Preis professional Doppelzimmer und Nacht liegen zwischen 130 und 180 Euro. Dazu gibt is zwei Seminarräume.

Es gibt weitere, konkrete Pläne: Zum Lodge sollen mutmaßlich im kommenden Jahr noch ein Badehaus mit Schwimmbecken und Sauna kommen. “Aber kein großer Wellness-Tempel, da die Kosten dafür sehr hoch sind und auf alle Gäste umgelegt werden müssten, obwohl sie nur ein kleiner Teil nutzt”, sagt sie.

In ihren Worten erklingt eine gewisse Wehmut. Erst im Frühjahr struggle ihr Mann Bruno, der über Jahre viel Energie und Ideen in das Hotelprojekt gesteckt hatte, gestorben. “Er sagte immer, das Glas ist halb voll und nicht halb leer. Genau so wollen wir hier weitermachen”, sage Petra Bohrer im Beisein von Tochter Melanie Schlager und Sohn Sebastian Bohrer. Ein Schild im Lobby erinnert an Bruno Bohrer.

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