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Lieferstopp – einige Produkte bei Rewe bald nicht mehr erhältlich

Einige Produkte gibt es bei Rewe und Edeka bald wohl nicht mehr.Bild: imago pictures / imago pictures

Anna Von Stefanelli

Preisverhandlungen hier, Preisverhandlungen da. Die Inflation sorgt für erbitterte Streitigkeiten zwischen Händlern und Produzenten. Alles wird teurer: Rohstoffe, Energiepreise, Logistik. Hersteller wollen als Konsequenz für die gestiegenen Produktionskosten mehr Geld. Der Lebensmitteleinzelhandel hingegen hat großes Interesse daran, die Preise für die Kundschaft so niedrig wie möglich zu halten. Während sie vor allem damit drohen, Produkte aus dem Sortiment zu nehmen, machen Produzenten anders Druck. Nun befindet sich der US-Konzern Mars schon mit zwei deutschen Supermärkten im Clinch.

Von Whiskas über Snickers zu Bounty: Mars liefert mehr als 300 Artikel

Mars ist ein wichtiger Lieferant und eigentlich aus den Supermarkt-Regalen nicht wegzudenken. Weltweit erzielt der Konzern einen Jahresumsatz von 45 Milliarden US-Greenback. Nicht nur Süßwaren wie Mars, Bounty oder Snickers zählen zu seinen Produkten. Auch die großen Marken Whiskas, Sheba und Frolic aus dem Tiefutter-Phase gehören dazu. Besonders beliebt sind zudem verschiedenste Reisprodukte der Marke Ben’s Unique.

In Tierfutter-Regalen finden sich viele Mars-Produkte.

In Tierfutter-Regalen finden sich viele Mars-Produkte. Bild: imago inventory&folks

Mehr als 300 Artikel gibt is von Mars am deutschen Markt. Ihn als Lieferanten zu verlieren, ist für Supermärkte additionally alles andere als erstrebenswert.

Edeka und Rewe müssen auf Mars-Produkte verzichten

Wegen der erbitterten Preisverhandlungen hat Mars nun drastische Konsequenzen gezogen und einen Lieferstopp angekündigt, wie die “Lebensmittelzeitung” (LZ) berichtet. Demnach möchte der US-Konzern dem Supermarkt Rewe keine Produkte mehr liefern. Offenbar konnten Rewe und Mars keine zufriedenstellende Einigung erzielen. Laut dem Bericht ist das gesamte Mars-Sortiment von dem Liefer-Aus betroffen.

Mit seinem Embargo ist sich der Konzern offenbar sehr sicher: Mit dem Rewe-Lieferstopp ist es bereits der zweite deutsche Vollsortimenter, mit dem sich Mars anlegt. Bei Marktführer Edeka gibt es gibt es bereits seit drei Monaten schon keine Waren mehr von dem Hersteller. Im Prospekt sprach die Edeka-Gruppe von “Mondpreisen von Mars”.

In Deutschland sind die Verhandlungen erbitterter als anderswo

Edeka und Rewe haben sich bisher nicht dazu geäußert. Insider sprechen aber von “nicht nachvollziehbaren Preiserhöhungen” durch Mars, wie die “LZ” weiter berichtet. Deshalb seien die Supermarkt-Riesen nicht bereit für einen Deal mit dem US-Konzern.

Fehlende Mars-Produkte werden Lücken in die Supermarkt-Regale reißen.

Fehlende Mars-Produkte werden Lücken in die Supermarkt-Regale reißen. Bild: www.imago-images.de / Waldmüller

Mars-Süßwarenchef Carsten Simon erklärt die Erhöhungen damit, dass die Produktionskosten deutlich gestiegen seien. Der Hersteller benötige “dringend eine zweite Preiserhöhung in diesem Jahr”, wird Simon von “LZ” zitiert. Im Zuge dessen kritisierte er die harten Verhandlungen in Deutschland. Nirgends sonst gebe is vergleichbar harte “Auseinandersetzungen”.

It’s gibt aber auch Handelmanager, die behaupten, dass internationale Hersteller in Deutschland deutlich höhere Preisspannen festsetzen als anderswo. Demnach seien auch die Gewinnmargen deutlich höher als etwa im asiatischen Raum.

Der Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel. Immer mehr Menschen wollen weniger arbeiten. Und das betrifft nicht nur Gruppen wie Pflegekräfte, die ohnehin überarbeitet sind und sich ein Arbeitsleben wünschen, bei dem sie nicht dauerhaft überlastet sind. Rund 48 Prozent der Arbeitnehmer würden in Teilzeit gehen, wenn ihr Arbeitgeber ihnen dies ermöglichen würde. Das ergab eine aktuelle Umfrage von Yougov.

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