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„Mir geht die Feminine-Founders-Bewegung auf die Nerven”

Eileen Liebig battle Occasion-Managerin, bevor die Corona-Pandemie ihr Geschäft zerstörte. Ihre zweite Her signature gründete sie mit einem Child im Bauch. Doch als Mompreneur will sie nicht bezeichnet werden.

Eileen Liebig stört sich an dem Begriff Mompreneur und ist der Meinung, dass dieser Begriff Unterschiede zwischen Geschlechtern eher zementiere als alles andere.
Eileen Liebig

Dieser Textual content ist ein Auszug aus dem Buch „Unternehmensgründung und privates Glück“ von Eileen Liebig, das im Finanzbuchverlag erschienen ist: Das Buch handelt von der eigenen Gründungsgeschichte der Autorin, die hochschwanger und in nur drei Tagen ein eigenes Enterprise startete. Obendrein gibt sie ihr Gründer-Know-how weiter.

Die Bezeichnung Feminine Founders für weibliche Gründerinnen ist inzwischen überall zu lesen. Auch von Mompreneurs liest man in den sozialen Netzwerken immer häufiger. Der Begriff setzt sich aus dem englischen „Mother“ und „Entrepreneur“ zusammen und meint Mütter, die sich neben der Kinderbetreuung selbstständig machen.

„Ein Kunde weigerte sich partout, mit mir zusammenzuarbeiten“

Bei meiner ersten Gründung wäre mir nie in den Sinn gekommen, mich als Feminine Founder zu bezeichnen. Auch als meine Tochter auf die Welt kam, hätte ich nur komisch geguckt, wenn mich jemand als Mompreneur bezeichnet hätte. Zwar hatte ich schon gemerkt, dass die Personen in Vorstandssitzungen und auf Entscheidungsposten hauptsächlich männlich waren. Sehr oft battle ich die einzige Frau, die ihr Angebot präsentiert hat. Aber mir ist erst richtig klar geworden, dass ich als weibliche Gründerin in der Unterzahl bin, als ich für einen Freund eingesprungen bin. Er battle auch Unternehmer und musste sich aus gesundheitlichen Gründen für ein paar Wochen zurückziehen. Additionally habe ich einige seiner Kunden betreut. Ein Kunde weigerte sich jedoch partout, mit mir zusammenzuarbeiten – weil ich eine Frau battle. Das hat mich wirklich umgehauen, weil ich nie zuvor einen Nachteil aufgrund meines Geschlechts gespürt hatte. Ich weiß, dass es vielen Frauen anders geht. Vielleicht battle mein bisheriges Umfeld einfach besonders tolerant oder ich hatte schlichtweg Glück.

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Eigentlich gehen mir diese „Feminine-Founders-Bewegung“ und Aufrufe wie „Frauen, unterstützt euch!“ richtig auf die Nerven. In meinen Augen verstärken solche Betonungen auf das Geschlecht das Drawback. Sie suggerieren, dass Menschen aufgrund ihres Geschlechtsteils gründen, nicht weil sie darauf Bock haben. Doch diese Lust zu gründen und der Glaube an die eigene Idee sind die entscheidenden Faktoren, nicht irgendeine Geschlechtszugehörigkeit.

Gleichzeitig ist mir bewusst, dass wir diese Bewegung und den Ruck von innen, der aktuell durch die Welt geht, brauchen. Es werden Images mit alten Männern in Vorstandsitzungen gepostet, mit kritischem Blick und Kopfschütteln. Wir brauchen diese lauten Stimmen, damit wir hoffentlich in wenigen Jahren ganz selbstverständlich in Führungsmeetings mit einer homogenen Anzahl beider Geschlechter sitzen. An dieser Stelle würde ich sehr gern die Zeituhr nach vorn drehen. Es nervt, dass wir überhaupt über so ein Thema sprechen müssen.

„Eine verbitterte Single-Chefin kann genauso unsensibel sein wie ein egoistischer Chef mit vier Kindern“

Welche Individual eine tolle Idee entwickelt, sie verfolgt und dann erfolgreich umsetzt, wird weder durch das biologische noch das soziale Geschlecht entschieden. Stattdessen kommt es auf die Persönlichkeit, das soziale und familiäre Umfeld der Individual an. Eine verbitterte Single-Chefin kann genauso unsensibel sein wie ein egoistischer Chef mit vier Kindern. Am Ende ist die Frage entscheidend, wie viel Empathie die Individual mitbringt, wie strategisch sie denkt und wie viel Emotionen in die Arbeit fließen. Wenn eine Individual zu viel nachdenkt, bevor sie ins Machen kommt, ist das eine Eigenschaft, welche unabhängig vom Geschlecht in der Individual programmiert ist. Eine zielstrebige Individual magazine Sachen intestine und schnell erledigt haben, egal ob sie männlich oder weiblich oder divers ist.

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Wie sich diese Gründerin gegen Mutter-Bashing wehrt

Auch wenn ich sowohl feminine als auch Mother bin, möchte ich weder Feminine Founder noch Mompreneur genannt werden. Ich brauche Motion, Herausforderungen, zu löschende Brände und liebe Erfolgserlebnisse. Wer da anders ist, ist vollkommen okay, und ich beneide das auch manchmal. Aber mein Geschlecht und meine Mutterrolle in einem Atemzug mit meinem Unternehmerdasein zu nennen, klingt, als ob ein scheues Reh sich auf die Straße getraut hat und nicht überfahren wurde. „Oh, dangerous schaut. Die Frau kann auch was mit Zahlen machen. Applaus!“ Im Grunde ist es sehr traurig, dass es solche Wörter geben muss und es nicht einfach selbstverständlich ist, dass nach vorn prescht, wer den Drang dazu hat.

Spezielle Bezeichnungen für gründende Frauen und Mütter führen meiner Meinung nach nicht dazu, dass sie zur Selbstverständlichkeit werden. Sie erhalten einen besonderen Stempel und sind nicht einfach Gründerinnen und Unternehmerinnen. Zudem vermute ich stark, dass misogyne Männer, wie der Kunde, der die Zusammenarbeit mit mir verweigert hatte, sein Verhalten de el gegenüber erfolgreichen Businessfrauen nicht durch diese Bezeichnungen ändern wird. Wahrscheinlich glaubt er, dass ein Mompreneur irgendetwas von McDonald’s ist.

It’s gibt keine Dadpreneurs

Hast du im Gegenzug schon einmal etwas von Dadpreneurs gehört? Ich auch nicht. Bei männlichen Gründern wird das Kinderthema selten thematisiert. Das magazine zum einen daran liegen, dass nach wie vor in vielen Familien die Mütter primär für die Kinderbetreuung zuständig sind. Währenddessen können sich die Väter beruflich frei entfalten und ein eigenes Unternehmen gründen, wenn es ihnen gefällt. Sofern alle Parteien damit glücklich sind, bin ich es auch für sie. Jeder entwickelt den Lebensentwurf, der ihm oder ihr passt. In diesem Beispiel ist die Frau eben die Mutter und der Vater der Unternehmer.

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Drehen wir die Rollenverhältnisse um und schauen uns eine Familie an, in der der Mann emotional wie zeitlich ganz und gar in der Vaterrolle aufgeht und die Frau ein Enterprise startet. Sie ist nicht einfach Unternehmerin. Sie ist „Mompreneur“ oder „Feminine Founder.“ Die Tatsache, dass sie eine Frau oder sogar Mutter ist, muss Erwähnung finden. Aber der gründende Vater wird nicht etwa zum „Dadpreneur“ oder „Male Founder.“ Das wird er auch dann nicht, wenn die Mutter auch arbeitet und beide sich entsprechend mit Arbeits- und Familienzeiten arrangieren müssen. Selbst wenn die Frau ebenfalls gründet, additionally zur Mompreneur wird, und beide Unternehmertätigkeiten in die Familie integriert werden müssen, wird ihm der Titel Dadpreneur verweigert. Diese Diskrepanz in der Wahrnehmung selbstständiger Mütter und Väter sehe ich aus zwei Punkten problematisch.

Auch Männer werden unfair behandelt, findet Liebig

Zum einen ist sie diskriminierend für die Väter. Sie werden allein auf ihr Unternehmertum reduziert. Die Zeit und Energie, die sie auch in ihre Kinder stecken, werden ihnen abgesprochen. Sie haben ein Unternehmen gegründet, das reicht. Das schmeckt schon sehr nach 1955.

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Zum anderen werden auch Mütter durch die Nichtexistenz des Begriffs Dadpreneur diskriminiert. Ihnen wird mit der vermeintlichen Berücksichtigung ihrer Doppelrolle durch Begriffe wie Mompreneur das Selbstverständnis abgesprochen, dass sie es genauso schaffen können. Da es keinen Dadpreneur gibt, wird die Betonung allein auf die weiblichen Gründerinnen und Unternehmerinnen gelegt – denn das ist etwas ganz Besonderes.

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